WELCOME CENTER

EIN STÜCK WILLKOMMENSKULTUR

Wenn ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen, gibt es neben sprachlichen Problemen oft auch bürokratische Hürden. Was muss ich in Sachen Aufenthaltsrecht erledigen? Was ist, wenn ich Kinder und Partner mitbringe? Um zu diesen Themen aufzuklären, gibt es seit Sommer 2014 das Welcome Center Heilbronn-Franken.

Drei Mitarbeiterinnen beraten an fünf Standorten in der Region sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – kostenlos und meist auf Englisch. Aber auch Spanisch, Portugiesisch, Französisch oder Niederländisch sind möglich. Zwei Mal im Monat sind sie, neben dem Sitz in Heilbronn, jeweils in Schwäbisch Hall, Künzelsau, Tauberbischofsheim und Crailsheim vor Ort. Ziel ist es, Fachkräfte für die Region zu gewinnen und nachhaltig zu integrieren.

 

So wie Lyne Gagnon. Die 24-jährige Französin hat an einer Business School BWL studiert und sucht in Deutschland eine Stelle im Personalwesen. „Ich will unbedingt mein Deutsch verbessern und hier leben.“ Sie hat einen Deutschkurs am Goethe-Institut in Schwäbisch Hall begonnen, wo auch die Beratung des Welcome Centers stattfindet, und macht erst mal ein Praktikum. Auch Riccardo Iaccarino ist nach Deutschland gekommen, weil „es hier bessere Möglichkeiten gibt“. Der 45-jährige Italiener ist Elektroingenieur und wohnt noch im Wohnmobil, um flexibel zu sein. Einen Sprachkurs hat er begonnen. Seine Frau will nach der Kochausbildung in Italien zu ihrem Mann nach Deutschland. Dass Menschen wie sie hier Fuß fassen, dabei will das Welcome Center helfen.

„Wir haben eine Art Lotsenfunktion und bündeln, was es schon gibt“, erklärt Tabea Saur, Projektleiterin des Welcome Centers, das Konzept. „Wir sind für die Fachkräfte, aber auch für deren Familien da“, sagt die 27-Jährige. Deshalb kümmere sich das Welcome Center auch um die Lebenspartner, die hier ebenfalls beruflich Fuß fassen wollen, oder die Integration der Kinder. Die drei Mitarbeiterinnen geben Tipps, welche Institutionen und Webseiten bei der Jobsuche helfen, kümmern sich um Deutschkurse, helfen bei der Suche nach einer Wohnung und besorgen der Tochter bei Bedarf sogar einen Platz im Handball-Verein. Unternehmen beraten die Expertinnen rund um die Fragen, wie Stellen international ausgeschrieben, Fachkräfte gewonnen und im Unternehmen erfolgreich integriert werden können.

 

Unterstützt werden die Welcome Center in Baden- Württemberg durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Gerade in Hohenlohe sieht Tabea Saur Chancen für Fachkräfte aus dem Ausland. „Es gibt hier wahnsinnig viele Arbeitsstellen. Je nachdem, was man mitbringt, findet man hier auch etwas.“ Ob es ein Verein ist, der künftig besondere Aufnahmemodalitäten für Zugezogene bietet oder ein Unternehmen, das neuen Mitarbeitern Mentoren zur Seite stellt – sie wolle mit dem Welcome Center für diese Menschen Wege finden, die es derzeit noch nicht gibt, sagt sie. „Das Ziel ist, dass sich Neuzugezogene von Anfang an willkommen fühlen.“

 

www.welcomecenter-hnf.com

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