GRÖSSE IN DER NISCHE

CLUSTER MACHEN DIE REGION ZU EINEM

WIRTSCHAFTSSTANDORT DER EXTRAKLASSE

Mehr sein als scheinen – gerade beim Thema regionale Wirtschaft ist dieses geflügelte Wort für die Region Hohenlohe eine treffende Beschreibung. Der noch vor Jahrzehnten vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Raum gehört heute zu den Wirtschaftsregionen, deren Dynamik bundesweit – und in Europa – eine Spitzenstellung einnimmt.

 

Getragen wird diese Entwicklung von einer historisch gewachsenen Produktions- und Fertigungskompetenz, die sich in insgesamt fünf mehr oder weniger eng verbundenen Clustern ausdrückt, die heute das Wirtschaftsleben im Hohenloher Raum nachhaltig bestimmen und die Grundlage für die prosperierende Entwicklung entlang der Autobahnen A 6, A 7 und A 81 bilden. Sukzessive haben sich Schwerpunkte ausgebildet, die mittlerweile direkt oder indirekt rund ein Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ausmachen oder absichern.

 

Zu diesen Schwerpunkten zählen der Explosionsschutz (Hohenlohe und Main-Tauber-Kreis), die Ventil-, Mess- und Regeltechnik (Hohenlohekreis), die Ventilatoren- und Lüftungstechnik (Raum Hohenlohe und Main-Tauber), die Montage- und Befestigungstechnik (Hohenlohekreis) und der Spezialmaschinenbau (Landkreis Schwäbisch Hall).

Es gehört zu den besonderen Merkmalen der einzelnen Cluster, dass sich die Firmen sowohl technologisch als auch wirtschaftlich einen Spitzenplatz in ihren Nischenmärkten erarbeiten.

 

Es ist bemerkenswert, dass es sich hier um gewachsene Netzwerke handelt, die sich durchgängig auf ein Unternehmen zurückführen lassen und die durch weitere Ausgründungen zu bestimmenden Elementen der heimischen Wirtschaft heranwuchsen. Bezeichnend auch: Es ist meist die Produktidee von findigen Tüftlern, die die Entwicklung einer ganzen Branche in der Region anschiebt.

 

Die wachsende Wirtschaftskraft des hohenlohischen Raumes wird zusätzlich durch den Umstand befördert, dass es in der Region einer ganzen Reihe von Unternehmen gelang, eine überzeugende Geschäftsidee in eine herausragende Marktstellung umzusetzen. Bekannte Beispiele sind die Wirthwein-Gruppe in Creglingen(Spritzguß), Wittenstein (Antriebe) in Igersheim oder in der Finanzbranche die Bausparkasse in Schwäbisch Hall.

KLEIN ANGEFANGEN:

DIE WICHTIGSTEN BRANCHEN IM ÜBERBLICK

Befestigungs- und Montagetechnik

Die Geschichte der Befestigungs- und Montagetechnik beginnt 1898 mit der Eisenwarenfabrik Arnold in Ernsbach. Aus kleinsten Anfängen gehen Weltunternehmen wie Würth (Fotos) oder Berner hervor, die heute die Speerspitze für ein Netzwerk bilden, das in der Region zwischenzeitlich über 10.000 Mitarbeiter zählt.

Verpackungsindustrie

Ein Beispiel für Clusterbildung ist der Verpackungsmaschinenbau. Aus dem Mutterunternehmen Gasti (Fotos) gehen im Laufe von 110 Jahren weitere 40 Firmen hervor, die heute in der Region mehr als 7.500 Menschen beschäftigen. Namen wie Bosch, Optima, Schubert, Groninger, kocher-plastik oder Bausch+Ströbel tragen dazu bei, dass das Gebiet den Beinamen Packaging Valley erhält. Unter diesem Namen sind die Unternehmen heute in einem Verein zusammengeschlossen.

Lüftungstechnik

Bezeichnend: Auch in der Lüftungstechnik sind es Familienunternehmen, die mit ungemeiner Innovationskraft den hohenlohischen Raum zu einem der zentralen Standorte der Motoren und Ventilatorenherstellung auf dem Globus werden lassen. Mehr als 5.000 Menschen arbeiten so heute bei Firmen, die sich als Technologietreiber verstehen. EBM-Papst, Rosenberg, Systemair sind nur ein paar der renommierten Namen, deren Geschichte sich auf das Kernunternehmen Ziehl-Abegg zurückführen lässt.

Mess- und Regeltechnik

Das Unternehmen Bürkert (Fotos) ist Ausgangspunkt für einen Cluster, der sich binnen eines halben Jahrhunderts seinen Spitzenplatz in der Branche erarbeitet hat. Dass sich mit der Gebrüder Müller Apparatebau (GEMÜ) eine Firma zum Weltmarktführer für Sterilprozesse von Pharmazie und Biotechnologie emporarbeitet, ist bezeichnend für eine Sparte, die mit mehr als 4.500 Beschäftigten zu den großen wirtschaftlichen Säulen der Region gehört.

Explosionsschutz

Ganz ähnlich – aber kreisübergreifend – entwickelt sich der Explosionsschutz. Ausgangspunkt ist die Ansiedlung von R. Stahl in Künzelsau, heute Waldenburg (Fotos). Aus dem Hersteller sämtlicher Zündschutzarten geht später Bartec in Bad Mergentheim hervor. Das Unternehmen bildet seinerseits die Keimzelle für weitere Ausgründungen und lässt den südlichen Main-Tauber-Kreis so zu einem bedeutenden Standort für technischen Explosionsschutz werden. Gerade auch junge Unternehmen wie Ecom Instruments in Assamstadt tragen dazu bei, dass die Branche mit fast 3.000 Mitarbeitern eines der ganz großen Standbeine der Wirtschaftsregion ist.

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